Online-Metronom
Kostenlos und ohne Anmeldung, direkt im Browser: Tempo einstellen, Takt wählen, Start drücken. Mit Unterteilungen, Tap-Tempo, automatischem Tempo-Trainer und Lücken-Training.
Andante
Schnell:
Tastatur: Leertaste Start/Stopp · T Tempo tippen · ↑ ↓ ±1 BPM (mit ⇧ ±5)
So benutzt du das Metronom
- Tempo einstellen: mit dem Schieberegler, den Tasten „−“ und „+“ oder einem der Schnellwerte. Kennst du das Tempo nicht, tippe viermal im Takt auf Tap – das Metronom übernimmt dein Tempo.
- Takt wählen: 4/4 für fast alle Pop- und Rocksongs, 3/4 für Walzer, 6/8 und 12/8 für Balladen und Shuffle-Feels. Die Eins klingt höher, damit du im Takt nicht verloren gehst.
- Unterteilung zuschalten: Achtel, Triolen oder Sechzehntel klingen leise zwischen den Zählzeiten. Das hilft am Anfang, gleichmäßig zu bleiben – später solltest du sie wieder weglassen.
- Start drücken (oder Leertaste). Die Punkte zeigen dir, auf welcher Zählzeit du gerade bist – praktisch, wenn es im Proberaum laut ist.
Das Metronom läuft komplett in deinem Browser, auch auf dem Handy. Es wird nichts installiert, und deine Einstellungen merkt sich nur dein eigener Browser.
Warum mit Metronom üben?
Ein Metronom zeigt dir gnadenlos, wo du eilst oder schleppst. Fast alle Anfänger werden bei schweren Stellen langsamer und bei leichten schneller, ohne es zu merken. Das Metronom macht das hörbar – und damit veränderbar.
Für Schlagzeuger ist das besonders wichtig: In einer Band bist du derjenige, nach dem sich alle richten. Ein stabiles Tempo ist wichtiger als jedes schnelle Fill. Aber auch am Klavier, an der Gitarre oder beim Singen hilft das Metronom, Stücke sauber und gleichmäßig zu lernen.
Die richtige Methode: langsam anfangen, gezielt steigern
Die meisten üben zu schnell. Besser ist diese Reihenfolge:
- Such das Tempo, in dem du die Übung fünfmal hintereinander fehlerfrei und locker spielst. Das ist dein Starttempo – auch wenn es dir lächerlich langsam vorkommt.
- Steigere in kleinen Schritten, etwa 4 BPM. Genau das macht der Tempo-Trainer automatisch: Er erhöht das Tempo alle paar Takte, bis dein Zieltempo erreicht ist.
- Sobald es verkrampft oder unsauber wird, gehst du 10 BPM zurück und spielst dort ein paar Minuten. Locker zu bleiben ist wichtiger als schnell zu werden.
- Notier dir am Ende dein sauberes Höchsttempo. So siehst du über Wochen, dass du besser wirst.
Lücken-Training: das eigene Timing prüfen
Mit dem Lücken-Training spielt das Metronom zum Beispiel zwei Takte und schweigt dann zwei Takte. Du spielst einfach weiter. Wenn der Klick wieder einsetzt, hörst du sofort, ob du in der Stille schneller oder langsamer geworden bist. Das ist eine der besten Übungen für ein inneres Metronom. Fang mit 2 + 2 an und verlängere die Stille, wenn es gut klappt.
Welches Tempo für welche Musik?
BPM heißt „beats per minute“, also Schläge pro Minute. 60 BPM ist genau ein Schlag pro Sekunde. Grobe Orientierung:
| Tempo | Typisch für | Zum Ausprobieren |
|---|---|---|
| 60–80 BPM | Balladen, Hip-Hop, langsamer Blues; ideal zum Einüben neuer Sachen | 60 BPM · 80 BPM |
| 90–110 BPM | Pop, Funk, Reggae, viele Rocksongs im gemütlichen Tempo | 100 BPM |
| 115–130 BPM | Dance, House, schnellerer Pop und Rock | 120 BPM |
| 140–180 BPM | Punk, Drum & Bass (oft 170–175), schneller Rock | 140 BPM |
| 3/4 um 90–180 BPM | Walzer und Country-Walzer | 150 BPM im 3/4 |
| 6/8 um 120–180 BPM | Balladen, Folk, irische Musik (gezählt in Achteln) | 150 BPM im 6/8 |
Die italienischen Tempobezeichnungen wie Andante oder Allegro zeigt das Metronom unter der Zahl an. Eine vollständige Tabelle findest du beim BPM-Finder.
Takte und Betonungen
Bei Vierteltakten (2/4, 3/4, 4/4, 5/4) klickt das Metronom auf jeder Viertel. Bei Achteltakten (6/8, 7/8, 9/8, 12/8) zählt es Achtel; der Schieberegler gibt dann Achtel pro Minute an. Die Gruppenanfänge werden zusätzlich betont, damit du die Struktur hörst:
- 6/8: 1 2 3 – 4 5 6, also zwei Gruppen zu drei Achteln.
- 7/8: 1 2 – 3 4 – 5 6 7 (2 + 2 + 3), so wie in vielen Balkan- und Progressive-Rock-Stücken.
- 12/8: vier Gruppen zu drei Achteln – das typische Shuffle- und Blues-Feel.
Übungen für Schlagzeuger mit dem Metronom
- Klick auf 2 und 4: Stell das halbe Tempo ein und denk dir den Klick als Snare auf den Zählzeiten 2 und 4. So fühlt sich der Klick wie ein Groove an – Profis üben fast nur so.
- Rudiments steigern: Single Strokes, Doubles und Paradiddles mit dem Tempo-Trainer von 60 auf 120 BPM. Noch gezielter geht das mit dem Rudiment-Trainer, der dir das Sticking gleich mit anzeigt.
- Unterteilungen wechseln: Je zwei Takte Achtel, Triolen und Sechzehntel auf der Snare, ohne dass sich das Tempo ändert.
- Grooves: Bau dir im Groove Builder einen Beat und spiel ihn mit dem Metronom nach.
Häufige Fragen
Ist das Metronom wirklich kostenlos?
Ja. Keine Anmeldung, kein Abo, keine Werbung. Es läuft direkt im Browser und funktioniert auch ohne Internet weiter, solange die Seite geöffnet ist.
Ich höre keinen Ton – was tun?
Prüfe die Lautstärke und am iPhone den Stummschalter an der Seite: Ist das Handy auf lautlos gestellt, spielt der Browser keine Töne ab. Manche Browser starten Audio außerdem erst nach einem Tipp auf die Seite – drück dann einfach noch einmal auf Start.
Wie genau ist ein Online-Metronom?
Dieses Metronom plant die Klicks mit der Audio-Uhr deines Geräts voraus, nicht mit einem einfachen Timer. Dadurch bleibt der Abstand auch dann gleichmäßig, wenn dein Gerät nebenbei etwas anderes tut. Die Anzeige der Punkte kann minimal schwanken, der Klang nicht.
Kann ich ein bestimmtes Tempo als Link speichern?
Ja: Hänge einfach ?bpm= und das Tempo an die Adresse, zum Beispiel schlagzeug.net/online-metronom/?bpm=92&takt=3/4. Das ist praktisch für Bandproben oder Schüler.
Funktioniert es auch mit Kopfhörern oder am E-Drum?
Ja, der Ton kommt aus dem normalen Audioausgang deines Geräts. Am E-Drum kannst du Handy oder Laptop zum Beispiel an den Aux-Eingang des Moduls anschließen und hörst Klick und Drums zusammen im Kopfhörer.